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Erfahrungsbericht

Summer School 2019: Erfahrungsbericht von Marina und Daniel Teil 2

Im zweiten Teil des Erfahrungsberichts zur diesjährigen PhD School of Logistics berichten Marina und Daniel über ihre Einschätzungen zur zweiten Wochenhälfte. Auf der Agenda standen weiterhin die Live Case Study mit der Ergebnispräsentation und Vorträge sowie Workshops zu den Themen Kognitive Ergonomie, Daten, Blockchain und Smart Contracts.

Bei der Exkursion zur Live Case Study erprobten die Mitarbeiter von DB Schenker vor Ort die Exoskelette. „Ein Mitarbeiter in der Kommissionierung sagte, dass er die Unterstützung des Exoskeletts beim Heben deutlich merke und die begleitende Expertin des Fraunhofer IML, Semhar Kinne, erklärte, dass es immer wieder faszinierend ist, wie unterschiedlich der Körperbau von Menschen ist und wie unterschiedlich die Menschen die Unterstützung wahrnehmen“, berichtet Daniel. Die Exoskelette werden auf die Statue des Anwenders eingestellt, damit sie individuell unterstützen können. Dieser Prozess ist noch recht aufwendig, aber die deutliche Unterstützung durch das Skelett beweist, dass die körperliche Belastung für Mitarbeiter reduziert werden kann, davon sind die Teilnehmer der Summer School überzeugt.

Daniel hat selbst Jobs im Lagerbereich absolviert. „Mich würde interessieren, wie viele Tonnen ein Mitarbeiter am Tag bewegen muss. Nach acht Stunden Arbeit ist ein 15kg-Kleinladungsträger nicht mehr das Gleiche, da kann ich aus Erfahrung sprechen. Insgesamt fand ich das Format der Live Case Study richtig spannend. Wie unterschiedlich der Fokus beim Lösen von Problemen sein kann …, es entstehen interessante Ansätze, wenn man sich interdisziplinär austauschen kann.“

Diesen Eindruck kann Marina nur bestätigen: „Ich habe dieses Jahr die Live Case Study mit meinem Team gewonnen! Ich freue mich sehr. Wir erhielten als Preis ergonomische Mouses für den PC. Ein passender Preis für die Live Case Study zur Ergonomie.“

Im weiteren Verlauf der Summer School warteten noch einige Vorträge von internationalen Gästen auf die Teilnehmer. Unter anderem präsentierte Prof. Fritz Henglein von der Deon Digital AG und der University of Copenhagen zum Thema Smart Contracts and Blockchain – Enabler of the Social Networked Industry. „Mittlerweile glaube ich die Technologie Blockchain verstanden zu haben, aber es so anschaulich darzustellen wie Prof. Henglein es tat und alles mit einfachsten Beispielen zu untermauern, ist eine Kunst und ein Genuss für den Hörer“, resümiert Daniel.

Mit Vorträgen von Prof. Dick de Waard, University of Groningen und Prof. Jan Maarten Schraagen, University of Twente gab die Summer School 2019 einen Einblick in die psychologische und soziale Perspektive auf das Thema Ergonomie und Logistik. „Der Mensch spielt die entscheidende Rolle bei den Entwicklungen, die uns erwarten … Dieses Thema erst mit ein wenig Ironie und vielen amüsanten Beispielen zu beleuchten war der perfekte Einstieg in den letzten Tag“, so Daniel. „Wie heikel die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wirklich ist und das Menschleben über materiellen Dingen stehen, hat uns Prof. Maarten Schraagen eindrucksvoll am Beispiel der Boeing 737 Max gezeigt. Technologie ist ein geniales Mittel uns das Leben zu vereinfachen, so lange wir bedenken, dass der Mensch im Mittelpunkt steht.“

Eine Woche voller geballtem Wissen und ein einmaliges Netzwerk für Promovenden der Logistik – aber wie sieht nun das Fazit unserer Stipendiaten aus? Daniel verbucht die Summer School als gelungen. „Die Summer School war alles in allem eine runde Sache und für mich ein voller Erfolg. Der erste Termin zum Austausch mit einem Doktoranden steht bereits fest. Ich bin mir sicher, dass wir unsere Dissertationen gegenseitig ergänzen können. Dafür danke ich den Organisatoren der Summer School. Traditionelles Essen und offene Gespräche über die Wissenschaft, Erfahrungen und das Leben, das ist es, was den Ruhrpott und unsere Arbeit in Dortmund ausmacht.“

Und Marina? „Ich war nun schon das dritte Mal dabei, lerne aber immer wieder neue, interessante Inhalte kennen. Mein Netzwerk wächst und der Austausch mit anderen Promovenden und Wissenschaftlern hilft mir enorm weiter. Ich kann die Teilnahme nur empfehlen.“

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