FABIENNE SCHNIEDERS

Promotionsstipendiatin in Kooperation mit KSB SE & Co. KGaA

Meine Mission

Ich strebe an, Kulturen und insbesondere Datenkulturen multinationaler Industrieunternehmen zu verstehen, um diese weiterentwickeln und mitgestalten zu können.

Meine Vorsätze 2024

  • 3 Paper einreichen, 1 Journalbeitrag einreichen…
  • Mehr Sichtbarkeit in der wissenschaftlichen Community zeigen
  • Industriepartner für die Zusammenarbeit zum Thema Datenkultur begeistern

Was ich 2023 gelernt habe …

Der eigene Forschungsprozess ist manchmal schwer zu planen, denn innerhalb des Prozesses stellt man mit zunehmendem Wissen zum Analysegegenstand fest, dass man Analysen anders machen sollte oder optimieren kann. Die eigene Forschung kontinuierlich zu hinterfragen ist absolut essenziell.

Das treibt mich an …

Mein Thema ist sehr spannend und ich möchte herausfinden, was dahintersteckt. Wissen, wie man Unternehmenskulturen verändern und formen kann.

Dadurch finde ich Ausgleich …

  • Schwimmen
  • Basteln (Smart Home Programmierungen und Konstruktionen)
  • Gärtnern

DAS JOURNAL

#FollowYourMission

Mai 2024

Nach dem Conference Paper ist vor dem Journalbeitrag, oder wie sagt man so schön? Diesen Monat plante ich mein Journalvorhaben. Dieses soll auf meinem eingereichten Conference Paper basieren.

Zunächst versuchte ich Dos und Don’ts herauszufinden und plante mein Vorhaben.  Dieses konnte ich dann auf dem Doktorandenseminar meines Doktorvaters diskutieren. 

Das war sehr hilfreich, denn ich habe wertvolles Feedback und interessante Anregungen erhalten. In einem nächsten Schritt versuche ich nun Vorgehensweisen und Methoden aus verwandten Forschungsfeldern zu identifizieren, um ein bestmögliches Forschungsdesign für meinen Journalbeitrag zu entwickeln.

Ziel ist es, Datenkultur nun direkt in Unternehmen zu erforschen. Das bedeutet auch, dass sich meine Forschung jetzt verstärkt auf empirische Daten konzentrieren wird. Darüber freue ich mich besonders, weil ich hier noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt habe. 

In der zweiten Hälfte des Monats gönnte ich mir einen Urlaub, um neue Energie zu tanken.

April 2024

Im April hatte ich die Gelegenheit die Universität in Lausanne in der Schweiz besuchen zu dürfen. Grund für diese Reise war ein zweitägiges Zusammenkommen von Doktorand*innen aus Dortmund und Lausanne, welche zu verwandten Forschungsthemen promovieren. Ziel war die internationale Vernetzung im Bereich der Wirtschaftsinformatik sowie die Stärkung der Zusammenarbeit.

In Lausanne durfte ich mein Forschungsvorhaben vorstellen und erhielt viel wertvolles Feedback. Die Gespräche und Diskussionen zu meinem Paper führten dazu, dass ich einiges an der Grundstruktur änderte: Ich passte mein Research Design an, indem ich mich für andere Datenbanken für die Literatursuche entschied und das wissenschaftliche Fundament tiefgreifender erarbeitete. Darüber hinaus konnte ich zukünftige Schritte für meine Promotion genauer spezifizieren. 

Den Rest des Monats erarbeitete ich in Kooperation mit einem Doktoranden aus Lausanne das Paper. Durch die umfangreichen Änderungen in der Struktur machte ich die Nächte zu Tagen, also zu Arbeitstagen, um dann am Tag der Arbeit, dem 1. Mai,  das Paper einzureichen. Das war ein großer Meilenstein für mich: Die Einreichung des ersten Papers. Drückt die Daumen, dass das Paper angenommen wird.

PS.: Die beigefügten Bilder zeigen, dass Lausanne auch so immer einen Besuch wert ist.

März 2024

Förderer zu Besuch

V.l.n.r. Wolfgang Glaub, Fabienne Schnieders, Hermann Rheinwald.

Diesen Monat hatte ich die tolle Möglichkeit, meine Fördermittelgeber mal wieder persönlich zu treffen. Gemeinsam waren die Kollegen der KSB und ich zwei Tage lang am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST eingeladen. Der Besuch am ISST war zweifellos das Highlight des Monats, denn diese zwei Tage waren nicht nur produktiv in Bezug auf den Austausch über unseren aktuellen Arbeitsstand, sondern ermöglichten uns auch, zukunftsweisende Themen wie Datenräume zu diskutieren.

In meinem letzten Beitrag berichtete ich außerdem davon, mich nun im März auf eine systematische Literaturanalyse zu konzentrieren zu wollen. In diesem Sinne habe ich die Vorgehensweise näher ausgearbeitet, mein genaues Vorgehen festgelegt und relevante Literatur identifiziert. Nun stehe ich vor der Aufgabe, diese zu codieren. Dieser Schritt ist entscheidend, um die gesammelten Erkenntnisse zu strukturieren und auswertbar zu machen.

Ich bin gespannt darauf, wie sich meine Arbeit in den kommenden Wochen weiterentwickeln wird und freue mich darauf, meine Fortschritte im nächsten Mission Journal zu teilen.

Februar 2024

Diesen Monat drehte sich wirklich alles um Datenanalysen. Nach der Überwindung der Unsicherheiten bezüglich eines ähnlichen Papers aus dem letzten Jahr, widmete ich mich verstärkt meinem Papervorhaben: eine umfassende bibliometrische Analyse im Bereich „Datenkulturen“.

Ziel ist die Evaluierung des aktuellen Status-Quo sowie die Identifikation von Trends in diesem Forschungsfeld. Durch das Abbilden des Forschungsgebiets werden auch wichtige Themen, Autoren und Beiträge sichtbar, die ich dann für meine weiteren Forschungsbeiträge nutzen kann. In einem ersten Schritt habe ich meine Vorgehensweise auf Basis von wissenschaftlichen Beiträgen abgeleitet. Im Anschluss habe ich verschiedene Datenbanken und Datenabfragen intensiv geprüft, verglichen und bewertet. Anschließend erfolgte die Auswahl geeigneter Analysemethoden sowie die Datensammlung. Dabei musste ich mich auch in verschiedene Analysetools einarbeiten und sicherstellen, dass die Datenformate kompatibel sind. Denn es ist tatsächlich so, dass alle gängigen Tools mit unterschiedlichen Datenformaten arbeiten und diese lassen sich auch nicht immer einfach und nach dem selben Schema bereinigen, wie ich festgestellt habe.

Seit etwa einer Woche bin ich jetzt dabei die Daten zu analysieren und habe dabei jedoch festgestellt, dass meine Datengrundlage nicht optimal ist. Im Folgenden seht ihr ein Foto auf dem man die Problematik recht gut erkennen kann. Die Graphik wurde mit dem Tool Bibliometrics erstellt und zeigt eine Co-Wort Analyse. Hierbei wird das „gemeinsame Vorkommen“ von Schlüsselwörtern identifiziert. Außerdem erkennt man die Häufigkeit der auftretenden Schlüsselwörter an der Größe des abgebildeten Kreises. Ein großer Kreis verdeutlicht hierbei, dass das zugehörige Keyword verhältnismäßig sehr häufig vorkommt.

Leider sind in den Daten auch einige Treffer zu finden, die sich nicht mit Datenkulturen im eigentlichen Sinne beschäftigen, sondern mit Kulturen von Zellen in der Medizin, welche mittels Daten beschrieben wurden. Aus diesem Grund scheint es mir gerade sinnvoll zu sein, meine bisherige Aktivität mit einer Literaturanalyse zu verbinden, um nur die Paper zu nutzen, die sich auch wirklich auf das anvisierte Themenfeld beziehen und ggf. auch eine erste inhaltliche Zusammenfassung vorzunehmen. In den kommenden Tagen bespreche ich meine weitere Vorgehensweise mit den Stipendiat*innen, der Koordinatorin (im Weekly am Freitag) und meinem Zweitprüfer und freue mich bereits auf das Feedback. Ich bin gespannt, was ich nächsten Monat zum weiteren Verlauf des Papers berichten kann.

Januar 2024

Als ich mir die ersten Gedanken zu diesem Mission Journal machte, wusste ich noch nicht, worüber ich schreiben sollte.

Ich hatte gerade erst in das neue Jahr gestartet und war dabei meine Literaturanalyse zu überarbeiten. Also nichts spannendes zu berichten bis zu diesem Zeitpunkt.

Doch dann am 16.01. wurde ich nervös: Bei der Recherche für einen Paperbeitrag, den ich nun schreibe und schon im März einreichen möchte, realisierte ich, dass es bereits ein Paper aus dem letzten Jahr gab, welches sich mit einer ähnlichen Problemstellung auseinandersetzt. Zunächst besprach ich mich mit den anwesenden anderen Stipendiat*innen, die mir Mut zusprachen. Nach einem langen Spaziergang versuchte ich herauszufinden, ob ich wirklich etwas sehr ähnliches vorhatte oder ob mein geplanter Beitrag einen anderen Schwerpunkt haben würde oder die bisherige Forschung erweitern könnte. Dabei versuchte ich das Forschungsvorgehen des identifizierten Beitrags so genau wie möglich nachzuvollziehen. Nach einiger Zeit schaffte ich es, die Ergebnisse zu reproduzieren. Dabei fiel mir ein Stein vom Herzen: Mir wurde klar, dass mein Forschungsplan weiterhin existieren kann, da er den bisherigen Wissensstand sehr gut erweitern. In diesem Sinne schreibe ich gerade an dem Paper und hoffe in meinem nächsten Mission Journal Beitrag berichten zu können, dass ich kurz vor der Finalisierung stehe.

Drückt mir die Daumen. 👍

PS: Darüber hinaus durfte ich diesen Monat auch der Disputation von Frédéric Nicolas, einem ehemaligen Stipendiaten der GSofLog, in Münster beiwohnen. Es war bemerkenswert, wie Frédéric den Termin mit höchster Bravour gemeistert hat und definitiv ein Highlight in diesem Monat.