Vom 4. – 10. Februar 2026 fand die General Purpose Artificial Intelligence Systems (GPAIS) Winter School in Granada statt. Jakob Becker war dabei und teilt seine Eindrücke mit uns.
Mittwoch, 4. Februar: Wegen der Unwetterwarnung in Andalusien konnte die Winter School an den ersten beiden Tagen leider nur online stattfinden. Ich hatte mich zum Glück, wie viele andere Teilnehmende, in der vorgeschlagenen Student Residence einquartiert. So saßen wir immerhin in einem gemeinsamen Raum vor unseren Laptops und konnten die spannenden Vorträge zusammen verfolgen. Das war zwar nicht ganz das Spanien-Erlebnis, das ich mir vorgestellt hatte. Es zeigte mir wieder einmal, dass man sich auch unter widrigen Umständen mit der Situation arrangieren kann.
Donnerstag, 5. Februar: Auch heute blieb die Uni geschlossen. Einige Sprecher*innen waren allerdings schon in Granada und kamen kurzerhand zu uns in die Residence. Das war richtig nett und brachte sofort etwas mehr „Winter-School-Gefühl“. Am Abend stand dann das erste offizielle Dinner an, eine traditionelle Tapas-Bar ganz für uns allein. Über 60 Leute, gute Stimmung und leckeres Essen waren der perfekte Auftakt für den Präsenzteil.
Freitag, 6. Februar: Heute fand die Winter School endlich vor Ort statt. Man merkte sofort den Unterschied, die Diskussionen liefen viel lebendiger und der Austausch zu den Referierenden war direkter.

Samstag, 07.02.: Es regnete zwar weiterhin, aber wir ließen uns davon nicht abhalten. Bei einer Stadtführung erkundeten wir den historischen Kern Granadas, vom Plaza de Santa Ana über die Iglesia de San Gregorio Bético durch den Stadtteil Albaicín hinauf zur Iglesia de San Nicolás und zur Mezquita de Granada, von wo man einen guten Blick auf die Alhambra hat. Danach gab es natürlich Tapas (wie sollte es anders sein?) und einige von uns zogen in kleinere Gruppe noch los auf eigene Entdeckungstour. Besonders interessant fand ich die Catedral de Granada, ein wahrlich beeindruckendes Bauwerk.





Sonntag, 8. Februar: Heute kam endlich mal die Sonne raus. Gemeinsam mit zwei anderen Teilnehmenden fuhr ich ins Stadtzentrum zur legendären Alhambra. Gestern hatten wir die ja nur von unten gesehen, heute sollte es also hinauf gehen. Wir kamen zwar recht spät an, ergatterten aber tatsächlich noch drei der tageslimitierten Tickets für den Jardín de Generalife und die Alcazaba, zwei der Teilbereich innerhalb der Festungsanlage der Alhambra. Der Garten ist wunderschön angelegt, kein Wunder, gilt der Garten im Islam doch als das Paradies, und hatte viele Wasserspiele zu bieten, was ebenfalls nicht verwunderlich ist, da Wasser im Islam als Symbol der Reinheit angesehen wird. Vom Hauptturm der Zitadelle Alcazaba hat man einen atemberaubenden Blick in alle Himmelsrichtungen, der offenbarte, dass Granada in alle Richtungen von Bergen umgeben ist, was im Übrigen einer der Gründe für die Standortwahl Granadas und auch der Alhambra war. Mein persönliches Highlight war jedoch ein anderes Bauwerk innerhalb der Alhambra, der Palacio de Carlos V, ein Renaissance-Schloss mitten in der Festung mit Marmorboden, holzvertäfelten Decken und Säulen aus Konglomeratgestein.

Montag, 9. Februar: Die letzten beiden Tage standen ganz im Zeichen der mathematischen Komponente von GPAIS. Die Vorträge waren weiterhin interessant und besonders die Podiumsdiskussion über Themen der Künstlichen Intelligenz hat mich begeistert, für mich eines der Highlights der Winter School. Am Abend gab es dann ein zweites Gala-Dinner in einer Tapas-Bar (ja, schon wieder Tapas), damit auch alle erst im zweiten Teil dazugestoßenen vom spanischen Lebensgefühl kosten konnten.
Dienstag, 10. Februar: Am letzten Tag ging es genauso weiter wie zuvor: interessante Vorträge und eine weitere Podiumsdiskussion. Zum Abschluss gingen einige von uns nochmal essen (diesmal keine Tapas!) und spielten danach noch ein paar Spiele.
Alles in allem war es also eine richtig gelungene Winter School mit toller Atmosphäre, spannenden Themen rund um KI und vielen neuen Kontakten.

