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Wissenshäppchen #19: Open Source

Der Begriff „Open Source (OS)“ ist vielen in Sinne von Software bekannt. Es handelt sich dabei um programmierten Code, der öffentlich zugänglich ist und damit von jedem eingesehen, aber auch verändert oder erweitert werden kann. Das dahinter liegende Prinzip ist Community-basiert. Die Software wird nicht nur von einer Person oder einem Team produziert, sondern von einem Netzwerk geprüft (Peer-Review) und weiterentwickelt. So ist Open Source Software häufig günstiger, langlebiger und meist auch besser, als klassische Sofware-Produkte.

Aus diesem simplen Prinzip ist eine Bewegung entstanden. Die OS-Community programmiert nicht nur, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, Probleme und Herausforderungen von Gesellschaft und Branchen anzugehen und gemeinsam zu lösen. Viele Open Source-Projekte werden auf GitHub gehostet. Hier kann auf Repositories zugegriffen oder eine Beteiligung an Community-Projekten umgesetzt werden. Ein besonders bekanntes Beispiel für ein Open Source-Projekt ist Linux.

Open Source wird heute aber nicht mehr nur im Kontext von Software eingesetzt. Die nahende Silicon Economy basiert beispielsweise auf einer Plattformökonomie und verstärkt die Vernetzung unter den Marktteilnehmern. Durch das Internet der Dinge oder Werte, die Social Networked Industry, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder aber der Blockchain-Technologie entwickeln sich Netzwerke, die in einer gänzlich neuen Art und Weise miteinander kommunizieren und arbeiten. Das Teilen von Wissen, Konstruktionsplänen für Hardware-Komponenten, Geschäftsmodellmustern, Präsentationen oder ganz einfach Bildern, Icons und Grafiken, wird häufig auch mit dem Open Source-Ansatz gekoppelt. Open Source steht in diesem Fall für frei zugängliche Informationen. Besitzrechte rücken in den Hintergrund und eine gemeinsame Weiterentwicklung auf dem Weg in die Zukunft steht im Fokus.

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