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Wissenshäppchen #25: Open Innovation

Open Innovation steht für einen offenen Innovationsprozess. Statt unternehmens- oder organisationsintern zu innovieren, werden externe Interessensgruppen aus dem Innovationsökosystem und auch darüber hinaus einbezogen. Zu den Interessengruppen gehören beispielsweise Kunden, Forschungsinstitute oder auch Wettbewerber, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Neben der offenen Zusammenarbeit gehören noch zwei weitere wichtige Aspekt zu Open Innovation: Open Source und Crowdsouring. Die Grundgedanken hinter beiden Leitbildern sind Ergebnisse, Entwicklungsstände aber auch Problemstellungen mit der Allgemeinheit zu teilen. 

Sichtbar wird der Prozess der Open Innovation, wenn Organisationen im Rahmen eines sogenannten Crowdsourcings Problemstellungen teilen und dazu aufrufen gemeinsam Produktinnovationen oder Lösungskonzepte zu generieren. Damit wird ein Blick über den Tellerrand ermöglicht. Zielgerichtete Innovation wird durch die Kombination interner und externer Kompetenzen ermöglicht. Im Idealfall entstehen so Lösungen, auf die die eigene Organisation nie gekommen wäre. Die Zwischenergebnisse werden in Form von Open Source offen geteilt. Open Source kann dabei mehr als nur Software sein. Auch Open Source Knowledge, Open Source Architectures oder Open Source Geschäftsmodelle sind möglich.

In der jüngsten Vergangenheit sind immer mehr Communities entstanden, die sich an Open Innovation orientieren. Beispielsweise hat das Projekt Blockchain Europe zu einem Open Innovation Prozess eingeladen. Zahlreiche Stakeholder aus dem Bereich Zoll schließen sich zusammen, um gemeinsam die Zukunft der Zollabwicklung mit Blockchain zu gestalten. Dabei wird auch die Frage geklärt, wie gemeinsam der Brexit gemeistert werden kann. Das Projekt stellt dazu ein Open Source System zur Anbindung digitaler Zoll-Dokumente an die Blockchain zur Verfügung.

Das Projekt Silicon Economy Logistics Ecosystems teilt die Ergebnisse seiner Entwicklungsprojekte mit der Öffentlichkeit und bindet externe Stakeholder in einen Ideationprozess ein, um gemeinsam die Plattformökonomie der Zukunft zu verwirklichen. Die Devise ist: Gemeinsam statt einsam. So wird die Zukunft kooperativ gestaltet und jede Interessengruppe kann von den Entwicklungen profitieren.

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